Behind the Scenes

Liebe Freunde! Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und das Leben schreibt die Geschichten, in denen uns als Statisten eine große oder weniger große Rolle zukommt. Ob positiver oder negativer Natur hängt von der jeweiligen Situation und vom Blickwinkel des Betrachters ab. Im letzten Artikel des alten Jahres werfe ich mal einen kurzen Blick zurück auf den MediaDay mit den Wacker-Junioren.

Wie ihr wisst, bin ich als Sportfotograf unterwegs. Eine ganz spezielle Spezies Fotograf. Wehe, wenn sie dann auf andere Dinge losgelassen werden 😉 Wie in meinem Fall an diesem Tag, als die Wetter-App meines Smartphones Sonne pur anzeigte. „Na super“ dachte ich mir beim anstehenden Job, bei dem ich zwar „Wiederholungstäter“ war, wohl aber dieses Mal keine Sonne sehen würde 😉 Kennt ihr sowas auch? Und trotzdem werden die Ärmel hochgekrempelt!

An jenem 6. September 2019 fand der MediaDay mit den Wacker-Junioren statt. Der grell vom Firmament knallende Himmelskörper bereitete mir Bauchschmerzen. Oder war es doch die letzte Mahlzeit, die mir quer im Magen lag? Eine Regel besagt, dass man bei grellem Sonnenschein das Fotografieren von Porträts lieber vermeiden sollte. Schattenwurf im Gesicht oder am Hals wird oft als stark störend empfunden. Nun standen aber die Kicker in ihren Trikots bereit und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Die Uhr tickte unweigerlich die Sekunden herunter. Es konnte also nur noch darum gehen, sich schnell mit den vorherrschenden Lichtverhältnissen zu arrangieren und dabei die Problematik mit den „schwarzen Flecken“ bestmöglich zu meistern.

Etwaige Stellproben später war ein halbwegs passendes Plätzchen gefunden, die „Models“ reihten sich dort in der vom Verein vorgegebenen Pose auf und blickten für einen kurzen Moment in die eine Richtung. Unterstützung erhielt ich dabei von Cheforganisator Johannes Könitzer und anderen Trainern, die ihre Spieler „in Position drehten“. Danke dafür! Eine weitere Herausforderung an diesem Septembernachmittag im Albert-Kuntz-Sportpark war der doch knapp bemessene Zeitplan. Trotz angenehmer und entspannter Atmosphäre während des Shootings kam das „Durchpeitschen“ der Teams einem Stresstest gleich.

Die Parameter: 9 Mannschaften, 160 Spieler/Trainer, 20 Minuten Zeitfenster pro Gruppe inkl. Gruppenfoto!  Alles musste laufen wie am Schnürchen, gleich auf Anhieb sitzen. Sonne/Schatten hin oder her. Also „klick, klick, klick“. Sicherlich hatten einige Akteure mit der vom Verein vorgegebenen Pose weniger Probleme als andere. Wiederum andere versuchten, durch bestimmte Gestik/Mimik, ihrem Foto eine persönlichere Note zu verleihen. Aber das liegt in der Natur der Sache.

Einige Zeit vor dem Fototermin wurden bereits wichtige Eckdaten zwischen dem Verein und mir abgestimmt. Anhand vorgegebener Parameter begann ich unmittelbar nach dem Shooting damit, die Fotos zu bearbeiten und in Form zu bringen. Der zeitliche Rahmen hierfür sollte nur wenige Wochen betragen.

Anfang Oktober schickte ich dann die letzten Spielerfotos in vorgegebener Größe an den Administrator der Wacker-Homepage, der diese anhand aktueller Spielerlisten auf der Vereinsseite im Internet einstellte. Die Mannschaftsfotos sollten dann den krönenden Abschluss einer ereignis- und arbeitsreichen Zeit bilden. Dort gab es dann noch einen „Nachzügler“, der erst Ende Oktober kurz nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Von einem Extreme ins nächste…. und das alles ohne Kunst- oder Flutlicht und doppelten Boden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.