„Wir sind natürlich total unzufrieden!“

FC Eilenburg – FSV Wacker 90 Nordhausen II 5:3 (3:1)

„Mit Eilenburg haben wir nun das vierte schwere Auswärtsspiel vor der Brust. Nichts desto trotz wollen wir auswärts endlich auch mal wieder punkten“ erklärte U23-Coach Philipp Seeland vor der Mittwochspartie des 8. Spieltages. Die Wackeren sind in ihrem zweiten Oberligajahr auf fremden Plätzen noch nicht besonders furchteinflößend. Zuletzt gelang es unserer Zweiten im August, aus Luckenwalde einen Auswärtspunkt zu entführen. Die Begegnung im Ilburgstadion begann mit 15-minütiger Verspätung und mit einer kalten Dusche für die Gäste, die mit Scholl, Ucar und Genausch in der Startaufstellung für Überraschungen sorgten. Kummer gelang die frühe Eilenburger Führung (9.). Nordhausen brauchte eine gute Viertelstunde, um ernsthaft ins Spielgeschehen einzugreifen. Dhaliwal wuselte das Runde nach Eckstoß ins Eckige (19.).10 Minuten später hatten die Hausherren durch Neuzugang Trogrlic die nächste gute Möglichkeit, doch Guderitz konnte den Ball im Fünfmeterraum mit einer Pranke zur Seite klären. Kurz darauf fand ein langer Ball aus dem Mittelfeld Emilio Monteiro Luis, der keine Mühen hatte, dass Ding anzunehmen und zur erneuten Eilenburger Führung zu verwerten (29). Die Seeland-Elf lief also zum zweiten Mal in diesem Spiel einem Rückstand hinterher. Und es sollte für die Wackeren noch deftiger werden. Eilenburg konterte im eigenen Stadion. Sauer behielt nach einem 30-Meter-Sololauf über die linke Seite den Überblick. Der FCE-Kapitän bediente den mitgelaufenen Bunge mustergültig, der in der Box ungestört zum Abschluss kommend das Ergebnis kurz vor der Pause auf 3:1 in die Höhe schraubte. Eilenburg kam zielstrebig aus der Kabine zurück. Kummers zweites Tor in der 60. Minute sorgte für die Vorentscheidung. Die Gäste drohten nun nach allen Regeln der Kunst vernascht zu werden. Ab der 75. Minute begann der Gastgeber damit, die Partie zu verwalten. Unsere U23 versprühte nur nach Standards etwas Torgefahr, aus dem Spiel heraus wollte am Vorabend vom Tag der Deutschen Einheit wenig gelingen. Bis zur Schlussphase, in der die Wackeren endlich konsequent genug agierten und durch Mickels sowie Schwerdt den Rückstand auf nur noch ein Tor verkürzten. Doch die Aufholjagd der Gäste kam zu spät. Fast mit dem Schlusspfiff erhöhte Eilenburg gegen aufgerückte Nordhäuser noch auf 5:3. Angereist, um aus der Fremde mal wieder etwas mitzunehmen, stand die Seeland-Elf am Ende eines Auswärtsspiels wieder mit leeren Händen da. Die kurze Frage an Kapitän Marcus Vopel, woran es gelegen hat? „Uns sind zu viele einfache Fehler unterlaufen und der letzte Pass wollte uns oft nicht gelingen. Spielerisch haben wir es gut gemacht, doch Eilenburg war natürlich in der Chancenverwertung gnadenlos effektiv.“

FC Eilenburg: Florian Thomas (TW), Philipp Sauer (C), Marco Trogrlic, Tim Bunge, Dennis Kummer (81. Christoph Bartlog), Toni Majetschak, Jonas Bär (46. Sebastian Schmidt), Alexander Vogel, Emilio Monteiro Luis (69. Jakob Funken), Benjamin Luis, Jonas Vetterlein.

FSV Wacker 90 Nordhausen II: Fabian Guderitz (TW), Nils Pfingsten-Reddig, Cihan Ucar, Marcus Vopel (C), Florian Schröter (41. Joy Lance Mickels), Jonas Ernst, Lucas Scholl (66. Paul Kirchner), Erik Schneider, Felix Schwerdt, Oliver Genausch, Simran Dhaliwal (46. Mika Hess).

Tore: 1:0, 4:1 Dennis Kummer (8., 60.), 1:1 Simran Dhaliwal (18.), 2:1 Emilio Monteiro Luis (30.), 3:1 Tim Bunge (40.), 4:2 Joy Lance Mickels (83.), 4:3 Felix Schwerdt (86.), 5:3 Benjamin Luis (90. +1).

Zuschauer: 135

Trainerstimme:

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen II): „Es war ein kurioser Tag! Aufgrund des Verkehrschaos sind wir erst 15 Minuten vor Anstoß in Eilenburg angekommen. Dementsprechend war die Vorbereitung vor dem Spiel leider nicht ganz so ideal. Wir sind natürlich total unzufrieden! Weil wir einfach wissen, was wir können und das auch phasenweise absolut demonstriert haben. Aber wenn du aber dann in der Defensive nicht kompakt genug bist, wird das in der Liga auch gnadenlos bestraft. Wir haben jetzt etwas Zeit zum Durchatmen und werden während dieser Phase ein oder zwei Testspiele absolvieren. So haben wir die Möglichkeit, an einigen Stellschrauben zu drehen. Und dann kommt am 20.10. ein sehr entscheidendes Spiel gegen Hohenstein-Ernstthal!“

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